Ein deutscher Reisepass kostet 2026 70 Euro ab 24 Jahren und 37,50 Euro für Personen unter 24 Jahren. Expressbearbeitung, 48-Seiten-Pass, digitales Passfoto, Direktversand oder Antrag außerhalb der Zuständigkeit können den Gesamtbetrag erhöhen.

SituationTypische KostenWorauf achten?
Reisepass ab 24 Jahren70,00 Euroregulärer 32-Seiten-Pass
Reisepass unter 24 Jahren37,50 Eurokürzere Gültigkeit beachten
Express-Zuschlag32,00 Euro zusätzlichoft bis 4 Werktage bei rechtzeitigem Antrag
48-Seiten-Pass22,00 Euro zusätzlichfür Vielreisende mit vielen Visa
Digitales Passfoto in Behörde6,00 Euro zusätzlichwenn vor Ort angeboten
dm digitaler Passbildcode5,95 Eurofür Ausweis, Reisepass oder Aufenthaltstitel

70 Euro sind die Regelgebühr ab 24 Jahren

Die Gebühr für den regulären Reisepass ab 24 Jahren beträgt 70 Euro. Diese Zahl ist der Kern der Kalkulation für Erwachsene. Diese Gebühr gilt für den normalen Passantrag bei der zuständigen Behörde.

Wer nur diese Gebühr einplant, übersieht mögliche Zuschläge für Express, 48 Seiten oder Passfoto. Wer gleichzeitig Express, Foto und 48 Seiten wählt, landet nicht mehr bei 70 Euro.

Unter 24 Jahren kostet der Pass 37,50 Euro

Für jüngere Antragsteller liegt die Grundgebühr niedriger. Die Gültigkeit ist kürzer, weil sich Aussehen und Reisedokumente schneller ändern können. Die niedrigere Gebühr hilft Familien, ändert aber nichts an Terminpflicht und biometrischem Foto.

Bei Familienreisen mit mehreren Kindern summieren sich 37,50 Euro pro Pass trotzdem deutlich. Bei Jugendlichen sollte zusätzlich geprüft werden, ob das Bild noch zur Reisezeit passt.

Expressbearbeitung kostet 32 Euro zusätzlich

Wenn die Reise bald beginnt, kann ein Express-Reisepass nötig werden. Der Express-Zuschlag beträgt 32 Euro, die Bearbeitungszeit verkürzt sich auf 3 bis 4 Werktage statt der regulären 4 bis 6 Wochen. Aus 70 Euro werden dann 102 Euro brutto, bei jüngeren Antragstellern aus 37,50 Euro entsprechend 69,50 Euro.

Express lohnt nur, wenn der Reisebeginn die normale Bearbeitung wirklich zu knapp macht. Wer den Pass mindestens acht Wochen vor der Reise beantragt, kommt mit der Standardgebühr aus. Wer erst nach der Reisebuchung merkt, dass der Pass abläuft, zahlt den Zeitdruck als Zuschlag.

48 Seiten kosten 22 Euro zusätzlich

Der Standard-Reisepass hat 32 Seiten. Wer häufig Visa oder Einreisestempel bekommt (Geschäftsreisende, Vielreisende in Asien oder Afrika), kann den 48-Seiten-Pass für 22 Euro Aufpreis wählen, gesamt also 92 Euro ab 24 Jahren.

Für normale Urlaubsreisen innerhalb der EU oder ein bis zwei Fernreisen pro Jahr ist der Aufpreis unnötig. Erst bei Visa-Stempeln in mehreren Ländern pro Jahr (etwa Russland, Indien, China oder afrikanische Staaten) füllt sich der 32-Seiten-Pass merklich.

Digitale Passbilder sind seit 2025 besonders wichtig

Seit dem 1. Mai 2025 sind papierbasierte Passfotos nicht mehr zulässig. Die Behörde benötigt das Bild zwingend in digitaler Form, entweder über einen Abruf-Code aus einem Fotostudio oder über das Foto-Terminal im Bürgeramt vor Ort. Diese Umstellung soll Manipulation („Morphing") verhindern und die Verwaltung beschleunigen.

Typische Zusatzkosten liegen bei 6 Euro für das Foto-Terminal im Bürgeramt, 5,95 Euro für den dm-Passbildcode oder 10 bis 20 Euro im Fotostudio. Der Code muss zum Termin abrufbar sein, sonst verzögert ein nicht funktionierender Code die komplette Antragstellung um Wochen.

Falsche Zuständigkeit kann die Gebühr verdoppeln

Wer den Reisepass nicht beim Bürgeramt am Hauptwohnsitz beantragt, zahlt die doppelte Grundgebühr. Konkret bedeutet das: 140 Euro statt 70 Euro für Erwachsene, 75 Euro statt 37,50 Euro für Personen unter 24 Jahren. Diese Verdoppelung gilt zum Beispiel, wenn ein Berliner aus Zeitgründen in München beantragt.

Vor dem Termin sollte deshalb die zuständige Behörde geprüft werden. Ein vermeintlich schneller Termin in einer anderen Stadt kann dadurch deutlich teurer werden. Eine Ausnahme gilt nur, wenn dort die Auslandsvertretung zuständig ist (Beantragung im Ausland) oder ein nachgewiesener Sondergrund vorliegt.

Direktversand kann 15 Euro kosten

Einige Behörden bieten den Direktversand des fertigen Passes per Einschreiben an. Der Aufschlag liegt je nach Stadt bei 10 bis 15 Euro. Direktversand spart eine zweite Bürgeramt-Anfahrt, die je nach Wohnort und Verkehrsanbindung auch leicht eine Stunde kosten kann.

Der Vorteil lohnt nur, wenn die Zeitersparnis den Zuschlag wert ist. Wer ohnehin am Bürgeramt vorbeikommt, kann die 15 Euro besser behalten. Bei beruflicher Mobilität oder weiter Anreise kann der Versand die schnellere und billigere Lösung sein.

Vorläufiger Reisepass ist nur für echte Eilfälle gedacht

Der vorläufige Reisepass kostet 26 Euro und ist maximal 12 Monate gültig. Er enthält keinen Chip und keine biometrischen Daten und kann meist sofort am Schalter ausgestellt werden. Sinnvoll ist er nur, wenn selbst die Express-Bearbeitung (3-4 Werktage) zu langsam ist.

Wichtige Einschränkung: Viele Länder akzeptieren den vorläufigen Pass nicht, darunter USA, Russland, China, Indien und einige afrikanische Staaten. Vor dem Antrag gehört ein Blick in die Einreisehinweise des Auswärtigen Amts. Ein billigerer Ausweg ist wertlos, wenn Airline oder Grenzbehörde ihn nicht akzeptieren.

Gültigkeit entscheidet über den Jahrespreis

Ein Erwachsener nutzt den Pass länger als ein Kind. Deshalb wirkt die einmalige Gebühr hoch, verteilt sich aber über mehrere Jahre. Bei Erwachsenen verteilt sich die Gebühr über eine längere Laufzeit als bei jüngeren Antragstellern.

Wer selten außerhalb der EU reist, sollte prüfen, ob Personalausweis reicht. Der günstigste Pass ist trotzdem nutzlos, wenn er sechs Monate Restgültigkeit am Ziel knapp verfehlt.

Kinder brauchen eigene Dokumente und aktuelle Fotos

Kinder verändern sich schnell, deshalb können Dokumente früher unbrauchbar werden, wenn das Foto nicht mehr passt. Für Familien ist Terminplanung wichtiger als ein einzelner Preis. Für Kinder zählt weniger die Gebühr als die Frage, ob Gesicht und Dokument noch eindeutig zusammenpassen.

Mehrere Kinder erhöhen die Gesamtkosten durch Gebühren und Passbilder. Bei Fernreisen sollte der Dokumentencheck mehrere Monate vor Abflug beginnen.

Viele Länder verlangen Restgültigkeit über das Reiseende hinaus

Ein Pass kann formal noch gültig sein und trotzdem für eine Reise ungeeignet sein. Viele Staaten verlangen mehrere Monate Restgültigkeit. Viele Staaten verlangen Restgültigkeit über den Rückflug hinaus, teilweise auch freie Seiten.

Wer erst am Flughafen merkt, dass das Dokument zu kurz gültig ist, zahlt schlimmstenfalls die ganze Reise doppelt. Die Passprüfung gehört deshalb vor die endgültige Reisebuchung, nicht in die Woche vor Abflug.

Terminmangel kann teurer sein als die Gebühr

Kurz vor Ferien sind Bürgerämter stark nachgefragt. Wer zu spät beginnt, muss Express nutzen oder weiter entfernte Termine suchen. Ferienzeiten und lange Behördenwartezeiten machen den Kalender zum echten Kostenfaktor.

Frühzeitige Prüfung spart Zuschläge und Stress. Ein früher Termin kann Expresszuschlag, Panikfahrt und Ersatzdokument vermeiden.

Passfoto-Code und Behördenfoto sind nicht dasselbe Angebot

Private Anbieter erstellen ein digitales Bild mit Code, die Behörde ruft es ab. Behördenfotos entstehen direkt beim Antrag, sofern die Stelle diesen Service hat. Behördenfoto ist praktisch, wenn die Dienststelle das Gerät vor Ort zuverlässig anbietet.

Der Preis ist ähnlich, aber Verfügbarkeit und Qualität unterscheiden sich. Ein privater Foto-Code ist flexibler, muss aber technisch sauber im System abrufbar sein.

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Ein abgelehntes Foto kostet Zeit und oft neues Geld

Biometrie, Beleuchtung, neutraler Hintergrund und Blickrichtung müssen stimmen. Selbst günstige Anbieter sollten gesetzeskonform arbeiten. Brille, Schatten, Kopfhaltung oder falscher Hintergrund können ein Bild scheitern lassen.

Ein zweiter Fototermin kann den Preisvorteil sofort aufheben. Wer kurz vor Dienstschluss mit ungültigem Foto erscheint, verliert oft den ganzen Termin.

Beantragung im Ausland kann andere Gebühren haben

Deutsche im Ausland beantragen über Botschaft oder Konsulat. Dort können Zuschläge, Versand und längere Wege hinzukommen. Botschaften und Konsulate haben eigene Abläufe, Wege und Bearbeitungszeiten.

Für Auslandsdeutsche ist die Inlandstabelle nur Orientierung. Für Auslandsdeutsche kann der teuerste Teil die Anreise zum Termin sein.

Verlust oder Diebstahl verursacht Folgekosten

Wer den Pass verliert, braucht Meldung, Ersatzdokument und oft neue Fotos. Im Ausland kann das besonders aufwendig werden. Ein verlorener Pass verursacht nicht nur Gebühren, sondern auch Meldung, Identitätsprüfung und Reiseärger.

Eine Kopie des Passes und sichere Aufbewahrung senken das Risiko. Auf Reisen sollte eine digitale Kopie getrennt vom Original erreichbar sein.

Namensänderung macht meist ein neues Dokument nötig

Heirat, Scheidung oder Namensänderung können einen neuen Reisepass erforderlich machen. Die alte Restlaufzeit hilft dann nicht immer. Nach Heirat oder Namensänderung muss das Dokument zur Buchung und zum Ticket passen.

Wer Hochzeit und Fernreise kombiniert, sollte Dokumentenfristen früh prüfen. Unterschiedliche Schreibweisen zwischen Pass und Flugticket können am Check-in teuer werden.

Visa und Einreisegenehmigungen kommen zusätzlich dazu

Der Reisepass ist nur das Grunddokument. Viele Länder verlangen Visa, ESTA, eTA oder elektronische Einreiseanmeldungen. Visa, ESTA oder eTA werden zusätzlich zum Pass bezahlt und folgen eigenen Fristen.

Diese Kosten gehören nicht zur Passgebühr, aber zum Reisebudget. Wer nur die Passgebühr kalkuliert, unterschätzt manche Fernreise bereits vor dem Flug.

Abholung braucht Zeit oder Vollmacht

Nach Herstellung muss der Pass abgeholt oder zugestellt werden. Bei Abholung durch Dritte verlangen Behörden meist Vollmacht und alte Dokumente.

Zeitkosten sind kein Behördenbetrag, aber für Berufstätige praktisch relevant. Der organisatorische Aufwand ist klein, wenn er vor dem Termin vorbereitet wird.

Zweitpass ist nur bei anerkanntem Bedarf möglich

Ein zweiter Reisepass kann für bestimmte berufliche Reiseprofile sinnvoll sein. Er ist kein Standardprodukt für jeden Urlaub. Ein Zweitpass braucht einen nachvollziehbaren Bedarf, etwa parallele Visa- oder Geschäftsreisen.

Zusätzliche Gebühren lohnen nur, wenn Visa- oder Konfliktreisen den Bedarf belegen. Für normale Urlaube ist ein zweiter Pass kein zulässiger Komfortartikel.

Vor Buchung sollten Dokumente geprüft werden

Der beste Zeitpunkt für die Prüfung ist vor Flugbuchung. Ablaufdatum, Namensschreibweise und benötigte Seiten sollten dann feststehen. Ablaufdatum, Restgültigkeit, Namensschreibweise und freie Seiten sollten gemeinsam geprüft werden.

So lassen sich Expresszuschlag, Umbuchung und Reiseverlust vermeiden. Dieser Fünf-Minuten-Check schützt besser vor Reiseverlust als jeder Expressantrag danach.

Der echte Gesamtpreis liegt oft bei 76 bis 124 Euro

Erwachsene zahlen 70 Euro Grundgebühr plus meist 5,95 bis 6 Euro Foto. Mit Express sind es rund 108 Euro, mit 48 Seiten rund 98 Euro. Der typische Erwachsenenfall liegt mit Foto bei rund 76 Euro.

Damit ist der Reisepass planbar, solange kein Eilfall entsteht. Mit Express, 48 Seiten und Versand kann derselbe Antrag über 130 Euro erreichen.

Passkosten aus Grundgebühr, Foto und Zuschlägen berechnen

Der Rechner sollte Alter, Express, 48 Seiten, Foto vor Ort, privater Foto-Code, Direktversand, Antrag außerhalb der Zuständigkeit und mehrere Familienmitglieder getrennt erfassen.

Häufige Fragen zum Reisepass 2026

Was kostet der Reisepass ab 24? 70 Euro für den Standard-Pass mit 32 Seiten und zehn Jahren Gültigkeit. Diese Gebühr steht in § 15 Passgesetz und § 21 PassVerordnung fest und ist bundesweit identisch.

Was kostet er unter 24? 37,50 Euro mit sechs Jahren Gültigkeit. Wer im laufenden Antragsverfahren 24 wird, zahlt die niedrigere Gebühr, wenn der Antrag vor dem Geburtstag eingereicht wurde.

Was kostet Express? Express kostet 32 Euro zusätzlich, gesamt also 102 Euro ab 24 Jahren. Lieferzeit verkürzt sich auf 3 bis 4 Werktage statt 4 bis 6 Wochen.

Was kostet ein digitales Passfoto? Im Bürgeramt-Foto-Terminal 6 Euro, beim dm-Passbildcode 5,95 Euro, im Fotostudio 10 bis 20 Euro inklusive Code-Übermittlung. Papierfotos werden seit Mai 2025 nicht mehr akzeptiert.

Was kosten 48 Seiten? 22 Euro zusätzlich, gesamt also 92 Euro. Lohnt nur bei häufigen Visa und Stempeln.

Reicht ein Personalausweis? Innerhalb der EU, des EWR, der Schweiz und in 40 weiteren Ländern reicht der Personalausweis. Für USA, Kanada, UK, Türkei und alle Länder außerhalb Europas ist ein Reisepass Pflicht.

Wie lange ist die Bearbeitungszeit? Regulär 4 bis 6 Wochen, in Stoßzeiten (April bis Juni) bis zu 8 Wochen. Express 3 bis 4 Werktage. Vorläufiger Reisepass sofort am Schalter.

Kann der Pass verlängert werden? Nein, ein abgelaufener Reisepass wird nicht verlängert, sondern komplett neu ausgestellt. Idealerweise zwei bis drei Monate vor Ablauf beantragen.

Gibt es noch Kinderreisepässe? Nein, der Kinderreisepass wurde zum 1. Januar 2024 abgeschafft. Kinder erhalten stattdessen einen regulären biometrischen Reisepass für 37,50 Euro mit sechs Jahren Gültigkeit.

Was kostet die Beantragung im Ausland? Bei deutschen Auslandsvertretungen kommt zur Grundgebühr ein konsularischer Zuschlag, häufig 30 bis 50 Euro. Die genauen Beträge stehen auf der Webseite der jeweiligen Botschaft.

Alle Preisangaben sind Richtwerte für Deutschland (Stand: Mai 2026). Quellen: Service Berlin Reisepassgebühren, Auswärtiges Amt Reisepässe und Personalausweise, dm digitaler Passbildservice. Kommunale Details und Bearbeitungszeiten unterscheiden sich je nach Behörde. Dieser Artikel ersetzt keine Rechtsberatung.

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Redaktionell recherchiert auf Basis öffentlicher Preis- und Marktdaten sowie amtlicher Grundlagen. Die Werte sind Orientierungs-Spannen, kein verbindliches Angebot - so recherchieren wir.

Zuletzt geprüft: 27.05.2026

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