Eine Drohnenversicherung ist eine Haftpflichtversicherung für unbemannte Fluggeräte, die in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben ist. Eine private Drohnen-Haftpflicht kostet ab rund 25 EUR pro Jahr, gewerbliche Policen beginnen bei etwa 119 EUR. Eine optionale Kaskoversicherung für die Drohne selbst kostet ab rund 100 EUR jährlich. Wichtig zu wissen: Die Haftpflicht ist für jede Drohne Pflicht, unabhängig von Gewicht, Größe oder Nutzung, also auch für Spielzeugdrohnen unter 250 Gramm. Der Beitrag hängt vor allem von privater oder gewerblicher Nutzung, der Deckungssumme und der Selbstbeteiligung ab.

Kosten 2026 im Überblick

Eine private Drohnen-Haftpflicht kostet zwischen rund 25 und 95 EUR pro Jahr, gewerbliche Policen beginnen bei etwa 119 EUR. Der Preis richtet sich nach Nutzung, Deckungssumme und Selbstbeteiligung. Die folgende Tabelle zeigt verifizierte Beispielbeiträge für die private Haftpflicht.

Anbieter und VarianteBeitrag pro JahrMerkmal
GetSafe mit 300 EUR Selbstbeteiligung26,16 EURgünstigster Einstieg
Alte Leipziger27,61 EURStandard-Haftpflicht
Helden.de35,75 EUR50 Millionen EUR Deckung
GetSafe ohne Selbstbeteiligung40,08 EUR50 Millionen EUR Deckung
degenia (oberes Ende)bis 95,20 EURumfassender Schutz

Zur Einordnung: Die reine Pflicht-Haftpflicht ist mit oft unter 40 EUR im Jahr günstig. Wer die Drohne selbst gegen Schäden absichern will, ergänzt eine Kaskoversicherung ab rund 100 EUR. Gewerbliche Nutzer zahlen für die vorgeschriebene Gewerbepolice mehr, dazu unten mehr. Der Vergleich lohnt sich, weil die Beiträge trotz ähnlicher Leistung deutlich streuen.

Versicherungspflicht nach dem Luftverkehrsgesetz

Für Drohnen besteht in Deutschland eine gesetzliche Haftpflichtversicherungspflicht nach Paragraf 43 des Luftverkehrsgesetzes. Drohnen gelten rechtlich als unbemannte Luftfahrzeuge und fallen damit unter dieselbe Pflicht wie andere Fluggeräte.

Das Gesetz verlangt vom Halter eines Luftfahrzeugs eine Haftpflichtversicherung zur Deckung von Schadenersatzansprüchen. Die konkreten Mindestdeckungssummen ergeben sich aus ergänzenden Verordnungen und dem EU-Recht. Diese Pflicht besteht bereits seit 2005 und ist keine neue Regelung. Ohne gültige Haftpflichtversicherung darf keine Drohne in Betrieb genommen werden, das gilt auch für den Flug im eigenen Garten.

Pflicht für alle Drohnen

Die Versicherungspflicht gilt für jede Drohne, unabhängig von Gewicht, Größe, Klasse oder Nutzungsart. Auch Spielzeugdrohnen unter 250 Gramm müssen versichert sein, ohne Ausnahme.

Viele Käufer glauben, eine kleine oder günstige Drohne sei von der Pflicht ausgenommen. Das ist falsch: Verbraucherzentrale, Allianz und weitere Quellen bestätigen übereinstimmend, dass die Haftpflicht für alle unbemannten Fluggeräte gilt. Entscheidend ist nicht das Gewicht, sondern die Tatsache, dass ein fliegendes Gerät Schaden anrichten kann. Wer eine Drohne verschenkt oder verschenkt bekommt, sollte deshalb den Versicherungsschutz gleich mitbedenken.

Gefährdungshaftung und Bußgeld

Der Halter einer Drohne haftet verschuldensunabhängig für alle Schäden, die das Gerät verursacht, es gilt die Gefährdungshaftung. Das bedeutet: Sie haften auch dann, wenn eine Windböe die Drohne abtreibt oder sie unkontrolliert wegfliegt.

Diese strenge Haftung ist der Grund für die Versicherungspflicht. Schon ein Absturz auf ein Auto, eine Person oder eine Glasfassade kann teuer werden, und der Halter trägt das Risiko ohne Rücksicht auf ein Verschulden. Wer ohne Versicherung fliegt, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Als möglicher Bußgeldrahmen werden Beträge bis 50.000 EUR genannt, die tatsächlichen Einzelbußgelder liegen in der Regel deutlich niedriger. Das eigentliche Risiko ist ohnehin nicht das Bußgeld, sondern die unbegrenzte Haftung für einen Schaden.

Private und gewerbliche Nutzung

Wer die Drohne gewerblich nutzt, braucht eine eigene gewerbliche Police, denn private Tarife decken das nicht ab. Gewerblich ist jede Nutzung mit Erwerbsabsicht, etwa Foto- und Videoaufnahmen gegen Bezahlung, Inspektionen oder Vermessungen.

Die gewerbliche Drohnen-Haftpflicht beginnt bei rund 119 EUR im Jahr, etwa beim Anbieter HDI mit 1 Million EUR Deckung für Europa. Andere Anbieter wie die NV Versicherung liegen bei rund 126 bis 149 EUR. Wichtig ist die ehrliche Einordnung der Nutzung: Wer eine private Police hat, aber gegen Geld filmt, riskiert im Schadenfall den Versicherungsschutz. Sobald auch nur gelegentlich gewerblich geflogen wird, ist die Gewerbepolice Pflicht.

Was beeinflusst die Kosten

Der wichtigste Kostenfaktor ist die Frage privat oder gewerblich, gefolgt von Deckungssumme, Selbstbeteiligung, Geltungsbereich und dem Wert der Drohne. Gewerbliche Policen sind deutlich teurer als private.

Die Deckungssumme wirkt überraschend wenig auf den Beitrag: Der Sprung von 3 auf 50 Millionen EUR kostet oft nur wenige EUR mehr. Eine vereinbarte Selbstbeteiligung senkt den Beitrag spürbar, wie das Beispiel GetSafe zeigt. Der Geltungsbereich Europa oder weltweit und der Wert der Drohne, vor allem für eine optionale Kasko, runden das Bild ab. Für die reine Pflicht-Haftpflicht ist die Nutzungsart der mit Abstand größte Hebel.

Die richtige Deckungssumme

Empfohlen wird eine Deckungssumme von mindestens 10 Millionen EUR, idealerweise ohne Selbstbehalt. Die Deckungssumme ist der Höchstbetrag, den die Versicherung im Schadenfall zahlt, und sie sollte großzügig bemessen sein.

Weil der Aufpreis für eine höhere Summe gering ist, lohnt sich die großzügige Wahl fast immer. Viele Tarife bieten bis zu 50 Millionen EUR, und der Unterschied zu einer niedrigeren Summe beträgt oft nur wenige EUR im Jahr. Ein Personenschaden durch einen Drohnenabsturz kann hohe Summen erreichen, weshalb Verbraucherschützer zur hohen Deckung raten. Achten Sie darauf, dass Personen- und Sachschäden ausreichend abgedeckt sind.

Ist die Drohne über die Privathaftpflicht gedeckt?

Nicht pauschal: Manche moderne Privathaftpflicht-Tarife schließen kleine Spielzeugdrohnen ein, viele aber nicht. Ob Ihre Drohne mitversichert ist, müssen Sie deshalb im Einzelfall genau prüfen.

Einige aktuelle Tarife decken private Drohnen bis 250 Gramm ab, andere enthalten im Kleingedruckten Gewichtsgrenzen von 50, 100 oder 250 Gramm, die die meisten Kameradrohnen ausschließen. Ältere Verträge enthalten oft gar keinen Drohnenschutz. Die Verbraucherzentrale rät deshalb, den Einschluss vor dem ersten Flug schriftlich vom Versicherer bestätigen zu lassen. Nur wenn der Drohnenschutz ausdrücklich in den Bedingungen steht, ist die Pflicht darüber erfüllt. Im Zweifel ist eine eigene Drohnen-Haftpflicht der sichere Weg.

Kaskoversicherung für die Drohne

Eine optionale Kaskoversicherung deckt Beschädigung, Verlust, Diebstahl und den unkontrollierten Wegflug der eigenen Drohne ab und kostet ab rund 100 EUR pro Jahr. Sie ist keine Pflicht, sondern sichert den Wert des Geräts.

Die Kaskokosten skalieren stark mit dem Wert der Drohne. Für ein günstiges Einsteigergerät unter 300 EUR lohnt sich die Kasko selten, weil der Beitrag im Verhältnis zum Gerätewert hoch ist. Bei einer teuren Kameradrohne im vierstelligen Bereich kann die Kasko dagegen sinnvoll sein, gerade wegen des Flyaway-Risikos, bei dem die Drohne unwiederbringlich verloren geht. Die Pflicht bleibt in jedem Fall allein die Haftpflicht, die Kasko ist eine freiwillige Ergänzung.

Modellflug-Verband als günstige Haftpflicht

Für private Hobbyflieger kann eine Mitgliedschaft im Modellflugverband die günstigste Haftpflicht sein, denn sie enthält den Schutz bereits. Beim DMFV ist die Halter-Haftpflicht in der Mitgliedschaft für rund 42 bis 56 EUR pro Jahr enthalten.

Der Verbandsschutz bietet oft Zusatzleistungen wie einen Rechtsschutz und ist damit für reine Hobbyflieger häufig attraktiver als eine teure Einzelpolice. Es gibt aber einen wichtigen Fallstrick: Der Standardschutz des Verbands schließt gewerbliche Foto-, Film-, Sprüh- und Überwachungsflüge sowie teils bestimmte Multicopter-Nutzungen aus. Für die gewerbliche Nutzung braucht es weiterhin eine separate Police. Prüfen Sie die genauen Bedingungen und den aktuellen Beitrag, bevor Sie sich für den Verbandsweg entscheiden.

Registrierung und Drohnenführerschein

Neben der Versicherung sind für die meisten Drohnen eine Registrierung beim Luftfahrtbundesamt und ein Kompetenznachweis vorgeschrieben. Diese Pflichten ergeben sich aus der EU-Drohnenverordnung und sind von der Versicherung getrennt zu betrachten.

Registrieren müssen sich Betreiber, deren Drohne ab 250 Gramm wiegt oder, unabhängig vom Gewicht, eine Kamera oder einen Sensor besitzt. Das betrifft praktisch fast alle heutigen Drohnen. Der kleine EU-Kompetenznachweis A1/A3 wird über ein Online-Training mit Prüfung erworben, für das Fliegen näher an Menschen kommt das größere Fernpilotenzeugnis A2 hinzu. Wichtig: Diese Regeln betreffen Registrierung und Führerschein, die Versicherungspflicht selbst bleibt national im Luftverkehrsgesetz geregelt.

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Drohnenklassen C0 bis C4

Die EU teilt Drohnen in die Klassen C0 bis C4 ein, die sich vor allem am Gewicht orientieren. Die Klasse bestimmt, welche Regeln und welcher Kompetenznachweis gelten, hat aber keinen Einfluss auf die Versicherungspflicht.

Die Klasse C0 umfasst Drohnen unter 250 Gramm, C1 bis unter 900 Gramm, C2 bis unter 4 Kilogramm, und C3 sowie C4 bis unter 25 Kilogramm. Für alle Klassen außer C0 ist mindestens der Kompetenznachweis A1/A3 nötig. Für die Versicherung ist die Klasse dagegen nachrangig, denn die Haftpflicht ist für jede Klasse Pflicht. Wer eine Drohne kauft, sollte die Klasse dennoch kennen, weil sie über Flugregeln und Abstände zu Menschen entscheidet.

Selbstbeteiligung richtig wählen

Eine Selbstbeteiligung von 150 bis 300 EUR senkt den Haftpflichtbeitrag spürbar. Das Beispiel GetSafe zeigt den Effekt: 26,16 EUR mit Selbstbeteiligung gegenüber 40,08 EUR ohne.

Für die Haftpflicht ist die Selbstbeteiligung ein einfacher Sparhebel, weil große Haftpflichtschäden selten sind und Sie im Alltag kaum kleine Schäden melden. Verbraucherschützer empfehlen für den Haftpflichtschutz allerdings idealerweise einen Tarif ohne Selbstbehalt, damit im Ernstfall der volle Schutz greift. Wägen Sie ab: Der Aufpreis für den Verzicht auf die Selbstbeteiligung ist überschaubar, und bei einem seltenen, aber teuren Schaden zahlt sich der volle Schutz aus.

Geltungsbereich Europa oder weltweit

Der Geltungsbereich bestimmt, wo der Schutz gilt, und beeinflusst den Beitrag. Viele private Tarife decken Europa oder sogar weltweit ab, gewerbliche Einstiegstarife oft nur Europa.

Wer die Drohne nur in Deutschland und im Urlaub innerhalb Europas fliegt, kommt mit dem europäischen Geltungsbereich aus. Für Reisen mit der Drohne außerhalb Europas sollten Sie auf einen weltweiten Schutz achten, sonst besteht dort keine Deckung. Prüfen Sie vor einer Fernreise mit der Drohne die genaue Länderabdeckung im Vertrag. Der weltweite Schutz kostet meist nur einen kleinen Aufpreis, verhindert aber im Ausland eine gefährliche Deckungslücke.

Für wen sich welcher Schutz lohnt

Die Haftpflicht ist für jeden Drohnenhalter Pflicht, die Kasko lohnt sich nur bei teuren Geräten. An der Haftpflicht führt kein Weg vorbei, denn sie ist gesetzlich vorgeschrieben und schützt vor der unbegrenzten Haftung.

Für reine Hobbyflieger mit günstiger Drohne ist die Verbandsmitgliedschaft oder eine einfache Einzelpolice die passende Lösung. Wer eine teure Kameradrohne besitzt, ergänzt sinnvoll eine Kasko gegen Verlust und Flyaway. Gewerbliche Nutzer brauchen zwingend die Gewerbepolice und je nach Gerätewert eine gewerbliche Kasko. Die erste Frage lautet immer: Ist die Pflicht-Haftpflicht abgedeckt, sei es über die Privathaftpflicht, den Verband oder eine eigene Police?

SchutzartPflicht?Kosten pro Jahr
Private Drohnen-Haftpflichtja25 bis 95 EUR
Gewerbliche Haftpflichtja bei Gewerbeab 119 EUR
Verbandsmitgliedschaft (privat)deckt die Pflichtrund 42 bis 56 EUR
Kaskoversicherungfreiwilligab rund 100 EUR

Beispielrechnung Schritt für Schritt

Ein Hobbypilot mit einer 700-EUR-Drohne kommt mit reiner Pflicht-Haftpflicht auf rund 40 EUR im Jahr, mit Kasko auf rund 140 EUR. So setzt sich der Schutz zusammen.

Die Drohnen-Haftpflicht als Einzelpolice mit 50 Millionen EUR Deckung und ohne Selbstbeteiligung kostet rund 40 EUR im Jahr. Wer zusätzlich das Gerät absichern will, ergänzt eine Kasko bis 1.000 EUR Wert für rund 100 EUR, sodass sich der Gesamtbeitrag auf etwa 140 EUR summiert. Wählt der Pilot stattdessen die Verbandsmitgliedschaft, deckt diese die Pflicht-Haftpflicht schon für rund 42 bis 56 EUR ab. Für die reine Erfüllung der Versicherungspflicht ist das oft der günstigste Weg, sofern nur privat geflogen wird.

Häufige Fehler beim Abschluss

Der häufigste und gefährlichste Fehler ist, ganz ohne Versicherung zu fliegen. Viele glauben, eine kleine Drohne brauche keinen Schutz, dabei gilt die Pflicht für jedes Fluggerät unabhängig vom Gewicht.

Ein zweiter Fehler ist die Annahme, die Drohne sei automatisch über die Privathaftpflicht gedeckt, ohne dies schriftlich zu prüfen. Weitere Fehler sind das gewerbliche Fliegen mit einer reinen Privatpolice und der Rückgriff auf einen Verbandsschutz, der die eigene Nutzung ausschließt. Prüfen Sie deshalb vor dem ersten Flug drei Punkte: Ist die Haftpflicht wirksam abgedeckt, passt der Schutz zu Ihrer Nutzung, und deckt er den gewünschten Geltungsbereich?

5 Wege, beim Beitrag zu sparen

Der erste Schritt ist immer, die vorhandene Privathaftpflicht zu prüfen, denn ist die Drohne dort eingeschlossen, kostet die Pflicht-Haftpflicht nichts extra. Lassen Sie sich den Einschluss aber unbedingt schriftlich bestätigen.

Nutzen Sie zweitens als reiner Hobbyflieger die Modellflug-Verbandsmitgliedschaft für rund 42 bis 56 EUR, die die Haftpflicht enthält und oft einen Rechtsschutz beilegt. Wählen Sie drittens eine Selbstbeteiligung, wenn Sie den Beitrag senken wollen, etwa 26 statt 40 EUR bei GetSafe.

Nehmen Sie viertens eine hohe Deckungssumme mit, denn der Sprung auf 50 Millionen EUR kostet oft nur wenige EUR, verzichten Sie aber auf unnötige Zusatzbausteine. Und schließen Sie fünftens eine Kasko nur bei teuren Drohnen ab, denn bei günstigen Geräten unter 300 EUR steht der Kaskobeitrag von rund 100 EUR in keinem Verhältnis zum Wert.

Vor dem Abschluss klärt ein Kostenrechner, welcher Weg für Ihre Drohne am günstigsten ist. Sie geben Nutzung, Drohnenwert, Deckungssumme und Geltungsbereich an und sehen eine Beitragsspanne für Haftpflicht und optionale Kasko.

Stellen Sie die Einzelpolice der Verbandsmitgliedschaft gegenüber, dann zeigt sich, welcher Weg für Hobbyflieger günstiger ist. Halten Sie zusätzlich die Kaskokosten gegen den Wert der Drohne, dann erkennen Sie, ab welchem Gerätewert sich die Kasko lohnt. Verbindlich wird am Ende das Angebot des Anbieters, denn die Beiträge streuen trotz ähnlicher Leistung deutlich.

Häufige Fragen zu den Kosten

Was kostet eine Drohnenversicherung im Jahr?

Eine private Drohnen-Haftpflicht kostet rund 25 bis 95 EUR pro Jahr, gewerbliche Policen beginnen bei etwa 119 EUR. Eine optionale Kasko für die Drohne selbst kostet ab rund 100 EUR. Die reine Pflicht-Haftpflicht ist mit oft unter 40 EUR günstig.

Ist eine Drohnenversicherung Pflicht?

Ja. Die Haftpflicht ist nach Paragraf 43 Luftverkehrsgesetz für jede Drohne Pflicht, unabhängig von Gewicht, Größe oder Nutzung. Das gilt auch für Spielzeugdrohnen unter 250 Gramm. Fliegen ohne Versicherung ist eine Ordnungswidrigkeit.

Ist die Drohne über meine Privathaftpflicht abgedeckt?

Nicht immer. Manche moderne Tarife schließen kleine Drohnen bis 250 Gramm ein, viele aber nicht, und ältere Verträge oft gar nicht. Lassen Sie den Einschluss vor dem ersten Flug schriftlich bestätigen, sonst schließen Sie besser eine eigene Drohnen-Haftpflicht ab.

Brauche ich für die private Drohne eine Gewerbepolice?

Nein, für rein private Nutzung reicht die private Haftpflicht oder die Verbandsmitgliedschaft. Sobald Sie aber gewerblich fliegen, etwa Fotos gegen Bezahlung, brauchen Sie eine eigene Gewerbepolice ab rund 119 EUR pro Jahr.

Alle Beitragsangaben sind Richtwerte für Deutschland (Stand 2026) und ersetzen keine individuelle Versicherungsberatung. Beiträge hängen von Nutzung, Deckungssumme, Selbstbeteiligung und Geltungsbereich ab. Quellen: Paragraf 43 Luftverkehrsgesetz (gesetze-im-internet.de), Verbraucherzentrale, Luftfahrtbundesamt, DMFV, Allianz, Bussgeldkatalog, eigene Marktrecherche.

Redaktionell recherchiert auf Basis öffentlicher Preis- und Marktdaten sowie amtlicher Grundlagen. Die Werte sind Orientierungs-Spannen, kein verbindliches Angebot - so recherchieren wir.

Zuletzt geprüft: 12.07.2026

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