Elektrik erneuern kostet 2026 bei Altbauwohnungen häufig etwa 100 bis 200 Euro pro Quadratmeter, einfache Teilsanierungen starten bei 3.000 bis 8.000 Euro, komplette Häuser liegen oft bei 20.000 bis 50.000 Euro. Umfang, Schlitze, Sicherungskasten, FI-Schutz, Netzwerk, Smart-Home, Zähleranlage und Wandreparatur bestimmen den Endpreis.
| Situation | Typische Kosten | Worauf achten? |
|---|---|---|
| Teilsanierung Wohnung | 3.000 bis 8.000 Euro | Sicherungskasten, einzelne Stromkreise |
| 70 m2 Altbauwohnung | 8.000 bis 18.000 Euro | neue Leitungen und Verteilung |
| 120 m2 Einfamilienhaus | 18.000 bis 40.000 Euro | Standardausstattung |
| Komfortausstattung | 200 bis 300 Euro/m2 | viele Steckdosen, Netzwerk, Smart-Home |
| Sicherungskasten erneuern | 500 bis 1.500 Euro | abhängig von Zählerschrank und Umfang |
| Schlitze schließen/Maler | 20 bis 60 Euro/m2 Wandzone | oft nicht im Elektrikerpreis |
| Rechenpunkt | Konkreter Wert | Einordnung |
|---|---|---|
| FI/RCD-Schutz | 50 bis 200 Euro je Stromkreisgruppe | Sicherheit und Normstand |
| Neue Steckdose | 80 bis 180 Euro je Punkt | inklusive Leitung stark variabel |
| Netzwerkdose | 100 bis 250 Euro je Punkt | Kabelweg und Patchfeld |
| Zählerschrank neu | 1.500 bis 4.000 Euro | bei alten Anlagen möglich |
| Baustrom/Provisorium | 200 bis 800 Euro | bei Komplettsanierung |
| Smart-Home Vorbereitung | 1.000 bis 5.000 Euro | Leerrohre, Bus, Netzwerk |
| Küche neu absichern | 800 bis 2.500 Euro | Herd, Spüler, Geräte |
| Bad-Schutzbereiche | 500 bis 2.000 Euro | FI, Potentialausgleich, Zonen |
Altbauinstallationen sind oft zu schwach für heutige Nutzung
Frühere Anlagen hatten weniger Geräte, weniger Steckdosen und andere Sicherheitsstandards. Moderne Küchen, Homeoffice und Ladegeräte überlasten alte Kreise schneller. Eine Bestandsaufnahme ist der erste Schritt.
Der Sicherungskasten ist häufig der sichtbare Startpunkt
Alte Verteiler haben zu wenig Platz, alte Sicherungen oder fehlende FI-Schalter. Ein neuer Kasten allein löst aber keine schlechten Leitungen. Verteiler und Stromkreise müssen zusammen geplant werden.
Neue Leitungen sind der teuerste Eingriff
Leitungen neu ziehen bedeutet Schlitze, Staub, Dosen, Durchbrüche und Reparaturen. Der Elektrikerpreis ist nur ein Teil. Trockenbau, Putz und Malerarbeiten müssen dazugerechnet werden.
FI-Schutz erhöht Sicherheit deutlich
Fehlerstromschutzschalter schützen bei gefährlichen Fehlerströmen. In Bad, Außenbereich und modernen Installationen sind sie zentral. Nachrüstung kann einfach oder aufwendig sein, je nach Leitungsnetz.
Küchen brauchen mehrere eigene Stromkreise
Herd, Backofen, Spülmaschine und Arbeitssteckdosen sollten nicht an einem alten Kreis hängen. Küchenplanung und Elektroplanung müssen zusammenlaufen. Nach fertiger Küche wird Nachrüstung teuer.
Bäder haben Schutzbereiche und besondere Regeln
Wasser und Strom verlangen saubere Planung. Steckdosen, Leuchten, Lüfter und Fußbodenheizung müssen zu Schutzbereichen passen. Badmodernisierung ohne Elektrikerplanung ist riskant.
Netzwerkdosen sind bei offenen Wänden sinnvoll
WLAN allein reicht nicht in jedem Haus. Access Points, Büro, TV, NAS und Glasfaser profitieren von LAN-Leitungen. Leerrohre machen spätere Technikwechsel günstiger.
Smart-Home sollte geplant statt nachgerüstet werden
Busleitungen, tiefe Dosen, Aktoren und Verteilerplatz brauchen Vorplanung. Funklösungen sind flexibel, aber nicht immer gleich stabil. Die gewünschte Bedienung entscheidet über Technik und Kosten.
Wallbox-Vorbereitung spart spätere Baustelle
Auch ohne E-Auto kann ein Leerrohr oder separater Stromkreis sinnvoll sein. Später durch fertige Wände zu gehen kostet mehr. Netzanschluss und Lastmanagement sollten geprüft werden.
Photovoltaik und Speicher brauchen Platz im System
Wechselrichter, Speicher, Zähler und Überspannungsschutz benötigen elektrische Planung. Wer ohnehin saniert, sollte PV-Vorbereitung mitdenken. Nachrüstung wird sonst umständlicher.
Eigenleistung muss mit dem Fachbetrieb abgestimmt sein
Schlitze stemmen oder Dosen setzen kann Kosten senken, wenn der Elektriker es erlaubt und kontrolliert. Verdrahten, Anschließen und Prüfen bleibt Facharbeit. Falsche Eigenleistung verzögert die Abnahme.
Bewohnte Sanierung ist teurer und unangenehmer
Staub, Stromabschaltungen und Raumwechsel verlängern den Ablauf. Eine leere Wohnung ist günstiger zu sanieren. Wer bewohnt modernisiert, braucht Bauabschnitte und Provisorien.
Messprotokolle gehören zur fertigen Anlage
Nach Abschluss muss die Installation geprüft werden. Messwerte dokumentieren Sicherheit und Funktion. Ohne Protokoll fehlt ein wichtiger Nachweis für Eigentümer, Versicherung und spätere Arbeiten.
Elektrosanierung mit Ausstattung und Folgearbeiten berechnen
Der Rechner sollte Fläche, Stromkreise, Steckdosen, Verteiler, Bad, Küche, Netzwerk, Wallbox, Schlitze, Malerarbeiten und Eigenleistung erfassen. So wird sichtbar, ob 8.000 oder 35.000 Euro nötig sind.
Häufige Fragen zur Elektrosanierung 2026
Was kostet neue Elektrik? Häufig 100 bis 200 Euro pro Quadratmeter. Was kostet Sicherungskasten? Oft 500 bis 1.500 Euro. Darf man selbst anschließen? Nein, feste Installation braucht Fachbetrieb. Was kostet eine Wohnung? Oft 8.000 bis 18.000 Euro. Was kostet ein Haus? Häufig 20.000 bis 50.000 Euro.
Zähleranlage kann zum eigenen Kostenblock werden
Bei alten Häusern reicht der bestehende Zählerschrank nicht immer für neue Anforderungen. PV, Wärmepumpe oder Wallbox können Umbauten auslösen. Der Netzbetreiber und Elektriker sollten früh einbezogen werden.
Alte Leitungen sind auch Brandschutzthema
Überlastete Leitungen, lockere Klemmen und brüchige Isolation erhöhen Risiken. Versicherungen fragen nach Zustand und Schadenursache. Eine moderne Anlage schützt nicht nur Komfort, sondern das Gebäude.
Steckdosenplanung spart Mehrfachstecker
Zu wenige Steckdosen führen zu Verlängerungen und Mehrfachleisten. Besser sind ausreichend Dosen an Arbeitsplätzen, Küche, Bett, TV und Flur. Gute Planung kostet weniger als spätere Nachrüstung.
Lichtplanung gehört zur Elektroplanung
Deckenauslässe, Spots, Bewegungsmelder und Außenbeleuchtung brauchen Leitungen und Schalter. Wer erst nach dem Verputzen Leuchten plant, zahlt doppelt. Räume sollten vorab möbliert gedacht werden.
Angebote brauchen Anzahl der Auslässe
Pauschalen ohne Steckdosen-, Schalter- und Stromkreiszahl sind schwer vergleichbar. Ein detailliertes Leistungsverzeichnis verhindert Nachträge. Besonders Netzwerk und Smart-Home sollten einzeln stehen.
Förderung gibt es eher über Gesamtmaßnahmen
Reine Elektrik wird selten direkt gefördert. In Kombination mit energetischer Sanierung, Wallbox oder PV können andere Programme relevant sein. Förderfähigkeit sollte vor Auftrag geprüft werden.
Keller und Außenbereich werden oft vergessen
Waschmaschine, Trockner, Heizung, Garten, Garage und Außensteckdosen brauchen sichere Kreise. Feuchte Räume verlangen geeignete Installation. Diese Bereiche sollten nicht aus dem Budget fallen.
Reserveplätze im Verteiler sind Zukunftsschutz
Ein voller neuer Sicherungskasten ist schlecht geplant. Reserve für Wallbox, PV, Klimagerät oder Werkstatt kostet heute wenig. Spätere Erweiterung wird sonst unnötig teuer.
Abnahme sollte Beschriftung und Dokumentation prüfen
Jeder Stromkreis sollte beschriftet sein. Pläne, Fotos offener Wände und Messprotokolle helfen später enorm. Eine schöne Wand ohne Dokumentation macht spätere Bohrungen riskanter.
Alle Preisangaben sind Richtwerte für Deutschland (Stand: Mai 2026). Quellen: Handwerk.cloud Elektroinstallation Altbau, AuftragsGlück Elektroinstallation 2026, Brinkmann Elektriker und Altbausanierungs-Kostenübersichten. Elektroarbeiten an festen Anlagen gehören in die Hände von Fachbetrieben.
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Zuletzt geprüft: 30.06.2026
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