Ein Geschäftskonto ist ein Girokonto für Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler, über das alle betrieblichen Zahlungen laufen. Ein Geschäftskonto kostet in Deutschland zwischen 0 und rund 45 EUR Grundgebühr pro Monat. Digitale Anbieter verlangen typischerweise 5 bis 25 EUR, Filialbanken 12 bis 45 EUR monatlich. Dazu kommen Buchungsgebühren von 0,08 bis 0,50 EUR je Posten nach Verbrauch des Freikontingents. Die Stiftung Warentest fand unter 69 geprüften Kontomodellen nur 2 komplett kostenlose. Entscheidend ist deshalb nicht die Grundgebühr allein, sondern die Gesamtrechnung aus Kontoführung, Buchungen, Karten und Bargeld-Handling.

Geschäftskonto-Kosten 2026 im Überblick

Die Grundgebühr eines Geschäftskontos reicht 2026 von 0 bis rund 45 EUR pro Monat. Kostenlos sind nur Neobank-Tarife mit Bedingungen, am oberen Ende liegen die Premium-Modelle der Filialbanken. Rund zwei Drittel aller Kontomodelle kosten laut Finanztest höchstens 20 EUR Grundgebühr im Monat. Die folgende Tabelle zeigt verifizierte Beispielpreise.

Anbieter und ModellGrundgebührFreibuchungenBesonderheit
Fyrst Base0 EUR/Monat50/Monatnur Einzelunternehmer und Freiberufler
N26 Business Standard0 EUR/Monatunbegrenzt beleglosnur Selbstständige, kein Bargeld
Holvi Lite9 EUR/Monatkeine (0,25 EUR je Buchung)4,50 EUR bei Jahreszahlung
Qonto Basicab 9 EUR/Monat (netto)30/MonatDATEV-Anbindung ab Smart-Tarif
Fyrst Complete10 EUR/Monat75/Monatauch für GmbH und UG
Berliner Sparkasse FirmenKonto12,95 bis 44,95 EUR/Monat0 bis 75/MonatFilialnetz, Bargeld-Service

Die Preise der Sparkassen unterscheiden sich regional, das Berliner Beispiel dient der Orientierung. Wichtig für die Gesamtrechnung: Zur Grundgebühr kommen fast immer Buchungskosten, Kartengebühren und gegebenenfalls Bargeld-Gebühren hinzu. Ein Konto mit 0 EUR Grundgebühr kann dadurch teurer sein als ein Konto mit 10 EUR im Monat.

Kostenlose Geschäftskonten und ihre Bedingungen

Komplett kostenlose Geschäftskonten sind selten. Die Stiftung Warentest fand unter 69 Kontomodellen von 30 Instituten nur 2 ohne jede Gebühr, beide von Neobanken. Alle anderen Gratis-Angebote sind an Bedingungen geknüpft oder verlagern die Kosten auf Einzelposten.

Die typischen Einschränkungen: Fyrst Base kostet 0 EUR, steht aber nur Einzelunternehmern und Freiberuflern offen; eine GmbH zahlt nach 6 Gratismonaten 6 EUR monatlich. N26 Business Standard ist gratis, richtet sich aber nur an Selbstständige unter eigenem Namen und nimmt kein Bargeld an. Finom Solo kostet 0 EUR, deckelt aber das Überweisungsvolumen bei 2.500 EUR pro Monat. Holvi Flex verlangt keine Grundgebühr, berechnet dafür 0,25 EUR je Überweisung. Prüfen Sie deshalb immer, ob die Bedingungen zu Ihrem Geschäftsmodell passen.

Digitale Anbieter: Preise und Leistungen

Digitale Geschäftskonten kosten typischerweise 5 bis 25 EUR pro Monat und punkten mit App-Bedienung, virtuellen Karten und Buchhaltungsanbindung. N26 Business Smart liegt bei 4,90 EUR und Finom Basic bei 8,99 EUR. Qonto Basic kostet 9 EUR mit Jahreszahlung, Holvi Lite ebenfalls 9 EUR und Holvi Pro 15 EUR monatlich.

Höhere Tarifstufen kosten mehr, enthalten aber größere Freikontingente und Extras. Qonto Smart liegt bei 19 EUR, Qonto Premium bei 39 EUR, Finom Smart bei 23,99 EUR (jeweils netto bei Jahreszahlung). Die größte Schwäche der Neobanken ist das Bargeld: Qonto, Finom, Holvi und N26 Business bieten keine Bargeldeinzahlung an. Wer regelmäßig Bareinnahmen hat, braucht einen Anbieter mit Filial- oder Einzahlungsnetz.

Filialbanken und Sparkassen

Filialbanken verlangen für Geschäftskonten typischerweise 12 bis 45 EUR pro Monat, bieten dafür aber persönliche Beratung, Bargeld-Service und ein Filialnetz. Das verifizierte Beispiel der Berliner Sparkasse zeigt die Staffelung: 12,95 EUR für das Basismodell ohne Freibuchungen, 19,95 EUR mit 20 Freibuchungen und 44,95 EUR mit 75 Freibuchungen pro Monat.

Sparkassen kalkulieren regional unterschiedlich, andere Häuser sind teils günstiger. Für Gründer bieten manche Banken Startangebote mit gebührenfreien Monaten. Ein oft übersehener Vorteil der Filialbanken: Die Preise sind laut Stiftung Warentest Verhandlungssache. Wer ein hohes Buchungsvolumen oder weitere Produkte mitbringt, kann über die Konditionen sprechen. Bei Neobanken gibt es diesen Spielraum nicht.

Was beeinflusst die Kosten

Vier Faktoren bestimmen die tatsächlichen Kosten eines Geschäftskontos: das Buchungsvolumen, der Bargeldbedarf, die Rechtsform und der gewählte Anbietertyp. Das Buchungsvolumen wirkt am stärksten, denn jede Buchung über dem Freikontingent kostet extra.

Der Bargeldbedarf entscheidet über den Anbietertyp: Reine Neobanken nehmen kein Bargeld an, Filialbanken berechnen für Einzahlungen eigene Gebühren. Die Rechtsform bestimmt, welche Tarife überhaupt offenstehen, denn viele Gratis-Konten gelten nur für Einzelunternehmer und Freiberufler. Hinzu kommen die Zahlweise (Jahreszahlung ist 13 bis 20 Prozent günstiger), Kartengebühren und Zusatzleistungen wie Buchhaltungsanbindung. Wer diese Faktoren vor der Kontoeröffnung durchrechnet, vermeidet die häufigste Kostenfalle: das scheinbar kostenlose Konto, das durch Einzelgebühren teuer wird.

Buchungskosten je Posten

Beleglose Buchungen wie Online-Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen kosten nach Verbrauch des Freikontingents typischerweise 0,08 bis 0,50 EUR je Posten. Fyrst berechnet je nach Modell 0,08 oder 0,19 EUR, Qonto 0,10 bis 0,40 EUR, die Berliner Sparkasse 0,20 bis 0,50 EUR.

BuchungsartTypische Kosten je PostenWo am günstigsten
Beleglose Buchung (online)0,08 bis 0,50 EURFyrst Complete (0,08 EUR)
Beleghafte Buchung (Papier)1,50 bis 5 EURregionale Sparkassen
Echtzeitüberweisung0 bis 0,30 EUR AufpreisNeobanken (meist inklusive)
Lastschrift (SEPA-Verfahren)wie beleglose Buchunginnerhalb des Freikontingents

Deutlich teurer sind beleghafte Buchungen, also Papierüberweisungen am Schalter: Sie kosten 1,50 bis 5 EUR je Auftrag. Neobanken bieten beleghafte Aufträge gar nicht an. Bei 150 Buchungen im Monat zeigt sich, wie stark die Postenpreise durchschlagen. Das Gratis-Konto Fyrst Base kommt dann auf 19 EUR, denn 100 Buchungen über dem Freikontingent kosten je 0,19 EUR. Das 10-EUR-Konto Fyrst Complete kommt nur auf 16 EUR. Das teurere Grundmodell ist hier das günstigere Konto.

Bargeld einzahlen: der unterschätzte Kostenpunkt

Bargeldeinzahlungen sind bei Geschäftskonten fast nie kostenlos: Fyrst berechnet 2,50 bis 3 EUR je angefangene 5.000 EUR, die Berliner Sparkasse 10 EUR je Safebag-Einzahlung. Qonto, Finom, Holvi und N26 Business nehmen überhaupt kein Bargeld an.

Für Gastronomie, Einzelhandel und andere bargeldintensive Betriebe ist das Bargeld-Handling deshalb das wichtigste Auswahlkriterium, noch vor der Grundgebühr. Ein Beispiel: Wer wöchentlich 2.000 EUR Bareinnahmen einzahlt, zahlt bei der Sparkasse mit Safebags schnell 40 EUR im Monat nur für Einzahlungen. Über das Cash-Group-Netz von Fyrst kostet dasselbe Volumen rund 12 EUR. Rechnen Sie Ihren Bargeldbedarf vor der Kontowahl konkret durch.

Karten: Girocard, Debitkarte, Kreditkarte

Die erste Debit Mastercard ist bei den digitalen Anbietern in der Regel kostenlos, eine klassische Girocard kostet dagegen 18 bis 24 EUR pro Jahr. Fyrst berechnet für die Girocard 24 EUR im Base- und 18 EUR im Complete-Modell, die Berliner Sparkasse 18 EUR jährlich.

Virtuelle Karten für Online-Zahlungen sind bei Neobanken oft in größerer Zahl inklusive, N26 Business Smart etwa erlaubt bis zu 6 virtuelle Karten kostenlos. Echte Business-Kreditkarten mit Verfügungsrahmen kosten je nach Anbieter eine eigene Jahresgebühr, häufig ab rund 30 EUR. Für Teams sind Zusatzkarten mit eigenen Limits relevant, deren Preise je Tarifstufe variieren. Wer nur online zahlt, kommt mit der kostenlosen Debitkarte meist aus und spart die Girocard-Gebühr.

Ist ein Geschäftskonto Pflicht?

Für Einzelunternehmer, Freiberufler und die GbR gibt es keine gesetzliche Pflicht zum Geschäftskonto. Für Kapitalgesellschaften wie GmbH, UG (haftungsbeschränkt) und AG ist es dagegen faktisch zwingend. Der Grund ist das Trennungsprinzip: Eine juristische Person braucht ein eigenes Konto, das von den Privatfinanzen der Gesellschafter getrennt ist.

Auch ohne Pflicht raten Fachleute allen Selbstständigen zur Kontotrennung. Sie erleichtert die Buchführung, macht Betriebsprüfungen unkompliziert und schafft einen sauberen Nachweis der Betriebsausgaben. Wer geschäftliche und private Zahlungen mischt, verliert schnell den Überblick und riskiert Ärger mit dem Finanzamt. Die Kosten eines einfachen Geschäftskontos stehen dazu in keinem Verhältnis, zumal Einzelunternehmer mehrere Gratis-Angebote nutzen können.

GmbH und UG: Konto für das Stammkapital

Ohne Geschäftskonto keine GmbH: Die Gesellschafter zahlen das Stammkapital auf ein Konto ein. Erst mit der Einzahlungsbestätigung der Bank trägt das Registergericht die GmbH ins Handelsregister ein. Das Konto muss also schon zwischen notarieller Beurkundung und Registereintragung bereitstehen.

Für Kapitalgesellschaften scheiden die reinen Gratis-Tarife meist aus: Fyrst Base etwa gilt nur für natürliche Personen, die GmbH zahlt im Base-Modell nach 6 Gratismonaten 6 EUR monatlich oder wählt direkt Complete für 10 EUR. Auch bei Neobanken wie Qonto und Finom sind GmbH-Konten möglich, dort beginnen die Tarife bei rund 9 EUR netto. Planen Sie die Kontoeröffnung früh in den Gründungsablauf ein, denn die Identifikation der Geschäftsführer und Gesellschafter dauert je nach Anbieter einige Tage.

Privatkonto für Geschäfte: das AGB-Risiko

Viele Banken verbieten in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen die geschäftliche Nutzung des privaten Girokontos. Wer trotzdem Rechnungen über das Privatkonto abwickelt, riskiert eine Zwangsumstellung auf ein teureres Geschäftskonto oder im Ernstfall die Kündigung des Kontos.

Der Hintergrund: Geschäftskonten verursachen den Banken durch hohe Buchungszahlen mehr Aufwand, und die Institute kalkulieren Privat- und Geschäftstarife getrennt. Gelegentliche freiberufliche Einnahmen fallen selten auf. Bei regelmäßigem Zahlungsverkehr mit vielen Buchungen und Lastschriften wird das Muster für die Bank aber sichtbar. Die sichere Lösung kostet wenig: Einzelunternehmer und Freiberufler bekommen bei Fyrst, N26 oder Finom ein Geschäftskonto ohne Grundgebühr und umgehen das Risiko vollständig.

Anzeige

Netto-Preise und Umsatzsteuer

Neobanken wie Qonto und Finom weisen ihre Preise netto aus, also ohne Umsatzsteuer. Aus 9 EUR im Prospekt werden auf der Rechnung 10,71 EUR brutto. Für vorsteuerabzugsberechtigte Unternehmen ist das ein durchlaufender Posten, denn sie holen sich die Umsatzsteuer zurück.

Anders sieht es für Kleinunternehmer ohne Vorsteuerabzug aus: Sie zahlen die 19 Prozent Umsatzsteuer effektiv aus eigener Tasche. Beim Preisvergleich sollten Kleinunternehmer deshalb immer die Bruttopreise ansetzen, während umsatzsteuerpflichtige Unternehmen netto vergleichen können. Filialbanken und Sparkassen weisen ihre Kontogebühren dagegen ohne gesonderte Umsatzsteuer aus, da Kontoführungsleistungen dort meist umsatzsteuerfrei sind. Dieser Unterschied verzerrt schnelle Preisvergleiche zwischen Neobank und Hausbank.

Unterkonten und Buchhaltungsanbindung

Unterkonten mit eigener Kontonummer (IBAN) helfen, Steuerrücklagen und Projekte zu trennen: N26 Business Smart bietet 10 solcher Unterkonten, Qonto je nach Tarif 1 bis 24. Bei Fyrst Complete lassen sich Base-Konten als Unterkonten hinzubuchen. Wer Rücklagen für Umsatz- und Einkommensteuer sauber parken will, sollte auf diese Funktion achten.

Der zweite Effizienzhebel ist die Buchhaltungsanbindung. Qonto bietet ab dem Smart-Tarif Schnittstellen zur Steuerberater-Software DATEV sowie zu Lexware und sevDesk, dazu einen Lesezugriff für den Steuerberater. Das spart monatlich Arbeitszeit beim Belegabgleich, die sich in Geld bemessen lässt: Wer seinem Steuerberater vorbereitete Daten liefert, senkt dessen Rechnungen. Ein um 10 EUR teurerer Tarif mit DATEV-Export kann sich so schnell selbst bezahlen.

Versteckte Kosten erkennen

Der Kernbefund der Stiftung Warentest lautet: Das Gratiskonto wird durch Zusatzkosten teuer. Die häufigsten versteckten Posten sind Buchungen über dem Freikontingent, beleghafte Aufträge für bis zu 5 EUR, Bargeld-Gebühren, Girocard-Jahresgebühren und Aufpreise für Echtzeitüberweisungen.

Neben den Standardposten gibt es anbieterspezifische Fallen: Finom Solo deckelt das Überweisungsvolumen bei 2.500 EUR monatlich und berechnet für Überschreitungen einen Prozentaufschlag. Manche Anbieter berechnen Gebühren für ungenutzte Karten. Echtzeitüberweisungen kosten bei der Berliner Sparkasse 0,20 bis 0,30 EUR extra. Die einzige zuverlässige Methode gegen versteckte Kosten: das eigene Nutzungsprofil (Buchungen, Bargeld, Karten, Überweisungsvolumen) aufschreiben und damit das Preisverzeichnis jedes Kandidaten durchrechnen.

Kontogebühren von der Steuer absetzen

Die Kontoführungsgebühren eines Geschäftskontos sind in voller Höhe als Betriebsausgaben absetzbar. Das gilt für die Grundgebühr ebenso wie für Buchungsposten, Kartengebühren und Bargeld-Gebühren. Die Kosten mindern also den zu versteuernden Gewinn.

Bei einem Grenzsteuersatz von 30 Prozent reduziert sich die effektive Belastung eines 15-EUR-Kontos auf rund 10,50 EUR im Monat. Voraussetzung ist, dass das Konto tatsächlich betrieblich geführt wird. Wer ein Privatkonto gemischt nutzt, kann die Gebühren nur anteilig und mit Nachweisaufwand geltend machen. Auch das spricht für die saubere Kontotrennung: Sie macht die Absetzbarkeit eindeutig und erspart Diskussionen bei der Betriebsprüfung.

Welcher Kontotyp passt zu wem?

Die Wahl folgt dem Geschäftsmodell: Digitale Dienstleister ohne Bargeld fahren mit Neobanken am günstigsten, bargeldintensive Betriebe brauchen eine Bank mit Einzahlungsnetz. Freiberufler mit wenigen Buchungen kommen oft dauerhaft mit einem 0-EUR-Konto aus.

Für Kapitalgesellschaften engt sich die Auswahl ein: GmbH-taugliche Tarife beginnen bei rund 6 bis 10 EUR monatlich. Wer viele Teammitglieder mit eigenen Karten ausstatten oder die Buchhaltung tief integrieren will, greift zu den mittleren Tarifen der Neobanken ab etwa 19 EUR. Traditionsbewusste Unternehmen mit Beratungsbedarf, Kreditwünschen und Bargeld wählen die Filialbank und verhandeln die Konditionen. Ein Wechsel ist später jederzeit möglich, die meisten Betriebe bleiben aber jahrelang beim einmal gewählten Konto. Umso wichtiger ist die richtige Erstentscheidung.

Kontowechsel: Aufwand und Ablauf

Der Wechsel des Geschäftskontos ist unkomplizierter als sein Ruf: Neues Konto eröffnen, Zahlungspartner informieren, Daueraufträge und Lastschriften umstellen, altes Konto nach einer Übergangszeit schließen. Viele Anbieter unterstützen mit digitalen Wechselservices, die Zahlungspartner automatisch anschreiben.

Planen Sie eine Parallelphase von zwei bis drei Monaten ein, in der beide Konten laufen. So fangen Sie vergessene Lastschriften ab, ohne Rücklastschrift-Gebühren zu riskieren. Der Aufwand lohnt sich, wenn das aktuelle Konto deutlich über dem Marktniveau liegt: Wer von einem 20-EUR-Filialkonto auf ein passendes Digital-Konto für 9 EUR wechselt, spart über 130 EUR im Jahr. Achten Sie beim neuen Konto darauf, dass IBAN-Änderungen auch beim Finanzamt und bei der Krankenkasse ankommen.

5 Wege, beim Geschäftskonto zu sparen

Der größte Hebel ist die Tarifwahl nach Buchungsvolumen statt nach Grundgebühr. Zählen Sie Ihre monatlichen Buchungen und rechnen Sie jeden Kandidaten damit durch. Ein 10-EUR-Konto mit großem Freikontingent schlägt bei 150 Buchungen das Gratis-Konto.

Zweitens: Zahlen Sie jährlich statt monatlich, das spart bei Qonto 13 bis 20 Prozent und bei Holvi Pro 72 EUR im Jahr. Drittens: Nutzen Sie als Einzelunternehmer oder Freiberufler die dauerhaft kostenlosen Tarife von Fyrst, N26 oder Finom, das spart gegenüber einem Filialkonto 150 bis 240 EUR jährlich.

Viertens: Meiden Sie als bargeldintensiver Betrieb teure Safebag-Modelle und vergleichen Sie die Einzahlungsgebühren konkret, die Spanne reicht von 2,50 EUR je 5.000 EUR bis 10 EUR je Einzahlung. Fünftens: Verhandeln Sie bei Filialbanken über Grundgebühr und Buchungspreise, laut Stiftung Warentest sind Geschäftskonto-Konditionen Verhandlungssache.

Mit einem Kostenrechner ermitteln Sie die tatsächlichen Monatskosten eines Geschäftskontos statt nur der Grundgebühr. Sie geben Ihre Buchungen pro Monat, Ihren Bargeldbedarf, die gewünschten Karten und Ihre Rechtsform an. Daraus ergibt sich die Gesamtrechnung je Anbietertyp: Neobank, Digitalbank mit Filialnetz oder klassische Hausbank.

Der spannendste Vergleich sind zwei Nutzungsprofile: ein digitaler Dienstleister mit 30 Buchungen ohne Bargeld gegen einen Händler mit 200 Buchungen und wöchentlichen Bareinzahlungen. Beim ersten Profil gewinnt fast immer ein Gratis- oder 9-EUR-Tarif, beim zweiten kann die Filialbank trotz höherer Grundgebühr vorn liegen. Für die exakten Beträge bleibt das Preisverzeichnis des gewählten Anbieters maßgeblich.

Häufige Fragen zu den Geschäftskonto-Kosten

Was kostet ein Geschäftskonto im Monat?

Die Grundgebühr liegt zwischen 0 und rund 45 EUR pro Monat. Digitale Anbieter verlangen typisch 5 bis 25 EUR, Filialbanken 12 bis 45 EUR. Dazu kommen Buchungskosten von 0,08 bis 0,50 EUR je Posten über dem Freikontingent.

Gibt es wirklich kostenlose Geschäftskonten?

Ja, aber mit Bedingungen: Fyrst Base, N26 Business Standard und Finom Solo kosten 0 EUR, gelten aber nur für Einzelunternehmer und Freiberufler oder begrenzen Leistungen wie das Überweisungsvolumen. Die Stiftung Warentest fand unter 69 Modellen nur 2 komplett kostenlose.

Ist ein Geschäftskonto gesetzlich vorgeschrieben?

Für Einzelunternehmer, Freiberufler und GbR nicht. Für GmbH, UG und AG ist es faktisch zwingend, denn die Gründung erfordert ein Konto für das Stammkapital und die Handelsregistereintragung. Banken verbieten zudem oft per AGB die geschäftliche Nutzung von Privatkonten.

Kann ich die Kontogebühren absetzen?

Ja, alle Gebühren des Geschäftskontos sind in voller Höhe als Betriebsausgaben absetzbar: Grundgebühr, Buchungsposten, Karten und Bargeld-Gebühren. Sie mindern den zu versteuernden Gewinn direkt.

Alle Preisangaben sind Richtwerte (Stand Juli 2026) und ersetzen keine individuelle Finanz- oder Steuerberatung. Konditionen ändern sich laufend und unterscheiden sich je nach Rechtsform, Region und Nutzungsverhalten; maßgeblich ist das Preisverzeichnis des Anbieters. Quellen: Finanztip (Stand Januar 2026), Stiftung Warentest/Finanztest, Fyrst, Holvi, N26, Berliner Sparkasse, Handelsblatt, für-gründer.de, sevDesk, eigene Marktrecherche.

Redaktionell recherchiert auf Basis öffentlicher Preis- und Marktdaten sowie amtlicher Grundlagen. Die Werte sind Orientierungs-Spannen, kein verbindliches Angebot - so recherchieren wir.

Zuletzt geprüft: 11.07.2026

Alle Preisangaben ohne Gewähr.